Enorme Kampfleistung in Unterzahl wird am Ende leider nicht belohnt
- vor 2 Minuten
- 3 Min. Lesezeit
DJK Dampfach - TSV Karlburg 1:2 (0:0)

Beide Mannschaften begannen mit viel Tempo und Einsatz. Die Gäste präsentieren sich, wie erwartet, sehr ballsicher und spielstark. Die erste Chance hatten wir, doch Leon Feser zielte mit einer Direktabnahme rechts vorbei. Die Emotionen, die noch eine besondere Rolle in dieser Begegnung spielen sollten, waren von Anfang an sehr hoch. Der Umgang damit und die Linie der Schiedsrichter lies früh erahnen, dass dieses Spiel nicht mit 11 gegen 11 endet. Da waren wir uns alle nach wenigen Minuten einig. Nach 20 Minuten schoss der Gästestürmer Jan Martin links vorbei. In der 39. Minute entschied der Schiri auf Gelb/Rot für einen Rempler gegen Niklas. Dieser hatte zuvor, für ein unnötiges blockieren beim Einwurf, schon gelb gesehen. Wegen Reklamierens sah Max Witchen auch noch Gelb/Rot. In dieser Minute wurde der weitere Verlauf der Partie entscheidend beeinflusst. In dieser Minute zeigten alle handelnden Personen zu wenig Fingerspitzengefühl, Empathie und Souveränität aber zu viele Emotionen. Zwei Platzverweise waren hier eine harte Strafe und zu hinterfragen. Danach passierte nicht mehr viel. So gingen wir nur noch mit 9 Mann und einem 0:0 in die Pause. Bis dahin war es eine ausgeglichene Partie gewesen. Die Frage die sich jetzt alle stellten "Welchen Einfluß haben die Entscheidungen, aus Minute 39, auf den restlichen Spielverlauf?"

Karlburg startete mit einem Wechsel, da sie auch einen Gelb/Rot gefährdetetn Spieler hatten, den sie in der Halbzeit auswechselten. Gleich nach dem Seitenwechsel rutschte Andre bei einem Zweikampf aus und traf seinen Gegenspieler. Für dieses Foul gab der Schiri eine Zeitstrafe von 10 Minuten. Andre war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorbelastet. Wenn man schon nur noch mit 9 Mann auf dem Platz steht, tut eine Zeitstrafe als Bestrafung, doppelt weh. Gegen 8 nutzten die Gäste diese Situation und erzielten nach 53 Minuten durch Jan Bauer den Führungstreffer. Die Moral vom Team konnte an diesem Tag aber durch keine Entscheidung und kein Ereignis gebrochen werden. Wenn viele jetzt vielleicht erwarteten, dass wir zusammen brechen dann haben sie nicht mit diesem Kampfgeist des Teams gerechnet. Nach dem Andre wieder auf dem Platz war, hatte Karlburg, mit 11 gegen 9, zwar mehr Spielanteile, konnte aber nicht gefährlich werden.

Wir verteidigten aber alles weg und kamen mit Kontern immer wieder gefährlich vor das Tor der Karlburger. Nach 79 Minuten wurde Leon Heppt, bei einem dieser Konter, im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte er selbst zum Ausgleich. Der Jubel war natürlich riesig und so gab es auch in dieser Szene Gelb für die Ersatzbank, die das Feld stürmte. In der Nachspielzeit setzte sich Leon Heppt erneut im Strafraum durch, doch sein Schuss wurde von einem Abwehrspieler mit der Hand geblockt. Der fällige Elfer fiel aus, da die Aktion nicht als Handspiel gewertet wurde. In der 92. Minute dann doch noch der glückliche Siegtreffer für die Gäste. Nach einer umstrittenen Mitnahme des Balls, mit der Hand / Schulter? schoss Jan Bauer die Kugel flach ins rechte Eck und stellte den 1:2 Endstand her. Der Schiedsrichterbeobachter hatte an dem Tag viel zu tun. Es war viel los. Auf und neben dem Platz. Das wird wohl ein längeres Feedbackgespräch mit dem Schiedsrichterteam geben, da doch viele umstrittene Entscheidungen zu fällen waren. Direkt vor dem Abpfiff sah Felix Müller noch die rote Karte für einen Schubser gegen seinen Gegenspieler. Ein außergewöhnliches Spiel mit außergewöhnlichen Entscheidungen und Situationen. Ein kühlerer Kopf und mehr Fokus auf das eigentliche Spielgeschehen hätte uns gut getan. Die Emotionen und die Spielleitung waren an diesem Tag keine gute Mischung. So wurde es ein denkwürdiger Nachmittag mit einer außergewöhnlichen Kampfleistung des gesamten Teams.

Unser Coach:
"Das war heute eine überragende Leistung, über weite Strecken mit nur 9 Mann gegen einen Top Club der Liga. Heute bin ich sehr stolz auf Euch, auch wenn ich natürlich mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein kann. Die extremen und außergewöhnlichen Umstände möchte ich nicht kommentieren. Wenn wir so weitermachen holen wir auch noch die Punkte die wir brauchen."
Das nächste Spiel findet am kommenden Wochenende in Eisingen statt.





Kommentare